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Hunde:

 


 


Die beiden Schafpudeldamen Tilli und Shila.

Der Schafpudel, ein Altdeutscher Hütehund

Die ersten Schafpudel, die wir, meine Frau und ich, je sahen, wurden, neben anderen bodenständigen Hütehundrassen, auf der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung 2000 dem Publikum vorgestellt.

Ein halbes Jahr später zog „Damaris vom Schweriner Schloss“, eine schwarze Hündin, bei uns ein. Damals hatten wir erst wenige Schafe, zudem keinerlei Erfahrung in der Ausbildung von Hütehunden, so dass es ein langer und auch nervenaufreibender Weg war, bis diese Hündin einigermassen zuverlässig an den Schafen arbeitete. Doch dafür ist sie die geborene Ponykutschen-, Radfahr- und Joggingbegleithündin, ebenso wie ein ausgeglichener und sehr kinderlieber Familienhund.

Die cremefarbene „Schindel’s Shila“, geboren auf einem Archehof im Brandenburger Land, kam etwas später und fast einjährig zu uns. Sie ist ein wahrer Arbeitshund, wird bei uns als Koppelgebrauchshund eingesetzt, wobei sie an den Schafen recht griffig ist und immer wieder gebremst werden muss. Ich habe das Glück, Shila mit an meinen Arbeitsplatz nehmen zu können, denn sie braucht ständige Kontrolle und Beschäftigung, da sie dazu neigt, sofern sie nicht ausgelastet ist, sich selbst Arbeit zu suchen, welche allerdings nicht immer in unserem Sinne ist, wie z.B. auf der Strasse vorübergehende Leute zusammenzuhüten.

Mit Blick auf die Zukunft und auf das Alter unserer beiden vorhandenen Hündinnen holten wir uns „Tilli vom Ponyhof“ aus Mecklenburg. Bei dieser jungen Hündin treten schon sehr typische Schafpudeleigenschaften zutage: Temperament, Klugheit, Lernwillen und Eigenständigkeit gepaart mit einer gehörigen Portion Sturheit. Wir hoffen, auch sie zu einem eifrigen und zuverlässigen Hütehund heranziehen zu können.

Der Schafpudel steht auf der Roten Liste der GEH, das heisst, er gehört zu den vom Aussterben bedrohten Haustierrassen.


Die Pyrenäenberghunde Pax und Zorro bei der Arbeit.

Der Pyrenäenberghund

Der Wolf ist auf dem Vormarsch, die zweibeinigen Diebe sind es leider auch.

Nachdem im Nachbarort einige Schafe gestohlen wurden, beschlossen wir, unsere schon länger vorhandene Idee zur Anschaffung eines Herdenschutzhundes in die Tat umzusetzen.

Unsere Suche endete in der Elbe-Elster-Region, wo ein Schäfer, der seine Elterntiere aus ursprünglicheren Gebieten Frankreichs und der Schweiz erwarb, Pyrenäenberghunde züchtet und dementsprechend auch die Welpen an den Schafen aufwachsen läßt.

Pax kam im Alter von 10 Wochen zu uns.

Wegen verschiedener Umstände holten wir einige Zeit später den damals schon 8 Monate alten Zorro dazu. Dabei beobachteten wir, dass die Haltung zweier Pyrenäenberghunde durchaus Vorteile hat, denn die typischen pubertären Probleme der Herdenschutzhunde, wie zum Beispiel das Knabbern und Wollezupfen an den Schafen, werden dadurch, dass sich die Junghunde miteinander beschäftigen können, begrenzt.

Es handelt sich bei Pax und Zorro nicht um knuddelige Familienhunde, sondern es sind imposante Erscheinungen, die Tag und Nacht bei „ihren“ Schafen leben und sie beschützen, die ihre Aufgabe sehr ernst nehmen.

Unsere beiden Pyrenäenberghunde dürfen also genau das tun, wozu diese Rasse seit Jahrhunderten gehalten und gezüchtet wird.


Zum Fotoalbum "Hütehunde und Herdenschutzhunde"

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